Im Geschäftsjahr 2010 haben ARGE-Behörden so viele Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger verhängt wie noch nie. Die Zahl der Bestrafungen für mangelnde Kooperation und Schwindeleien stieg um 14 Prozent im Vergleich zu 2009, wie die Bildzeitung berichtet.
Entsprechende Zahlen veröffentlichte die Bundesagentur für Arbeit. Schon im Jahr zuvor hatte sich ein entsprechender Trend abgezeichnet.
Und die Maßnahmen zeigen erste Erfolge. Im Schnitt habe jeder der Betroffenen 123,72 Euro im Monat weniger Unterstützung bekommen. Im Jahr 2009 habe die durchschnittliche Kürzung noch bei 114,31 Euro gelegen.
Die Kürzungen richteten sich vor allem gegen Hart-IV-Bezieher, die sich zu spät arbeitslos meldeten und nicht zu vereinbarten Terminen in den Arbeitsagenturen erschienen bzw. sich nicht ausreichend um eine Beschäftigung bemühten.
In 102.631 Fällen seien Sanktionen ausgesprochen worden, weil sich die Betroffenen geweigert hätten, eine zumutbare Arbeit, Ausbildung oder einen 1-Euro-Job anzunehmen.
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