Er hatte auf all die tödlichen Gefahren auf dem Loveparade-Gelände in Duisburg hingewiesen, ein Panik-Forscher, warnte Veranstalter und Stadt vor einem Horror-Szenario. Doch hören wollte im Vorfeld niemand auf Michael Schreckenberg.
Er war als Physiker an den Vorbereitungen der Technoparty „Loveparade“ in Duisburg beteiligt. Am Samstag kam es schließlich zur Katastrophe. Bei einer Massenpanik kamen 19 Personen ums Leben, 342 wurden teils schwer verletzt.
Schreckenberg erklärt, wie er die Veranstalter und Organisatoren auf die Gefahren hinwies. Ganz offensichtlich wurden alle Bedenken einfach herunter gespielt und absichtlich übersehen.
Die Knackpunkte im einzelnen:
Der Tunnel – das Nadelöhr:
Der Physiker hat vorher ausdrücklich vor der Gefahr gewarnt, die von dem engen Tunnel ausgeht, der den Haupteingang zum Party-Gelände markierte. Wenn die Massen dort durchgeschleust werden, müsse „das bis ins Letzte durchgeplant werden”, hatte er vorher gesagt. Doch genau das taten die Veranstalter nicht. Der Tunnel hatte nur eine Kapazität von 20.000 Menschen pro Stunde. Bis zu 250.000 Raver sollten aber durch dieses Nadelöhr auf das Gelände geschleust werden – und wieder zurück. Das konnte nicht gutgehen.
Die Treppe:
Schreckenberg hatte vorhergesehen, dass die Treppe, an der die meisten Toten gefunden wurden und die aus der gepressten Masse führen sollte, ein großes Risiko darstellt. Der Panikforscher sagte: Die Treppe an der Rampe hätte besser abgeschirmt, „vielleicht sogar besser gesprengt werden sollen”. Doch die Veranstalter hörten nicht auf ihn. Über die Stufen wollten zahlreiche Personen fliehen, fielen herab, sorgten so für noch mehr Panik.
Planung gut – Umsetzung katastrophal:
Der Physiker ist überzeugt, dass man in der Planung des Events eigentlich an alles gedacht hatte, doch die Umsetzung nicht konsequent durchgezogen habe. Vor allem auch das „Tunnelmanagement“ habe zu Problemen geführt.
Die Rampe:
Hier sollte, nach Wunsch des Panikforschers Schreckenberg, eine Videoüberwachung installiert werden. Doch der Veranstalter lehnte ab.
Die Polizei, die Ordner:
Offenbar gelang es Amtspersonen und Ordnern nicht, im Chaos wieder Vertrauen und Ruhe unter die Massen zu bringen. Das Management in der Akut-Situation sei katastrophal gewesen. Schreckenberg: „Die Menschen brauchen eine Perspektive, dass und wann es weitergeht. Dann bleiben sie auch ruhig”. Doch die 4000 Polizisten und 1000 Ordner konnten die Massen nicht beruhigen und deshalb auch nicht das Schlimmste verhindern.






Ein Augenzeuge (ausgebildeter Sanitäter) berichtet, das er an Hilfeleistung gehindert wurde und Polizeibeamte durch einfache Pulskontrolle einige Opfer für tot erklärt haben und so die lebensrettenden Soforthilfsmassnahmen unterlassen wurden.
So ein widerlicher Dummschwätzer! Gestern sagte er noch, das mit dem Tunnel sei völlig OK gewesen. Schreckenberg ist am Ende!
Ganz seltsamer Typ, dieser Herr Schreckenberg.
Gestern war noch das gesamte Sicherheitskonzept “perfekt”. Heute will er eindringlich gewarnt haben.
Planung gut – Umsetzung katastrophal? Ja nee, ist klar. Das wird noch ein Hauen und Stechen zwischen diesen skurrilen “Verantwortlichen” werden.
In allen Ehren, aber der Artikel von Levy Rubinstein wirkt wie eine schlecht getarnte Pressemitteilung des Schreckenberg Instituts für Physik Duisburg also eine Vorabreinwaschung des sogenannten Panikforschers der nun alle geistigen Schlupflöcher nutzt um aus dieser wissenschaftlichen SchuldKlemme zu kommen .. denn wenn er seriös gearbeitet hätte hätte er seine wissenschaftliche Reputation in die Waagschale geworfen um diese Veranstaltung in dieser Form zu verhindern (bzw. zu modifizieren) nicht ohne Grund hatte Bochum davon Abstand genommen .. und jetzt schiebt der gute Herr Schreckenberg (der Name ist ja irgendwie schon Programm) den schwarzen Fleck schön von sich … solche Leute sollte man mit einem Tritt aus der Uni befördern mit nachdenklichen Grüßen aus Aachen Herbert Molau
Übrigens: Mindestens einer der im Text wiedergegebenen Zitatefetzen (mehr ist das ja nicht, was hier wiedergegeben wird), ist sogar korrekt, das Manipulative ist aber, dass dieser in einen tendenziösen Kontext gestellt wird, der den Professor als Helden erscheinen lässt, der er aber nicht war, wie auch all die anderen Planer des Events. Noch einmal: Er hat das Konzept im Vorfeld gutgeheißen und hat sich auch jetzt nicht als einsamer Mahner in den Medien dargestellt. Das tut einzig der Autor dieses Artikels..
Oh, eine Reinwaschung. Warum überrascht das hier niemanden? Nun, sie fällt aber deutlich zu durchsichtig und hahnebüschen aus. Die Interviews mit diesem Mann, direkt nach der Katastrophe, deuten reinweg GARNICHT darauf hin, dass dieser Nadelöhr-Konstrukteur sich in irgend einen Gegensatz zu den Veranstaltern befunden hätte.
Pfui!
Herr Schreckenberg ist einer der Hauptverantwortlichen für das verantwortungslose so riskant kalkulierende Sicherheitskonzept in Duisburg. Den Kritikern, welche die Gefahr sahen, wurde entgegengehalten dieser “rennomierte Wissenschaftler” unterstütze das Konzept. Mit seinen zynischen Sprüchen, das Konzept sei eigentlich schon gut gewesen, es sei nur im Detail nicht richtig umgesetzt worden, versucht sich dieser Schreibtischtäter nun aus der Verantwortung zu ziehen. Es hätte wohl sein können, dass es nicht zur Katastrophe gekommen wäre, wenn ein paar Einzelereignisse anders gewesen wären, aber man kann nun sicher nicht die Verantwortung auf den Zufall abschieben, das Problem ist, dass überhaupt ein Konzept, das so knapp kalkulierte, bewilligt wurde, und dafür trägt Herr Schreckenberg ganz persönlich einen großen Teil der Verantwortung – hoffentlich wird er zur Rechenschaft gezogen und kann sich nicht im Elfenbeinturn verkriechen.
Andere Forscher experimentieren mit Ratten und Mäusen, aber das scheint manchem Professor nicht mehr zu genügen….
“Es hätte wohl sein können, dass es nicht zur Katastrophe gekommen wäre”, schreibt Adrian E. Das trifft zweifellos zu, in meinen Augen trifft aber auch zu, dass es zu einer weitaus schlimmeren Katastrophe hätte kommen können – und das unbedingt Bestandteil der Planung hätte sein müssen: Was wäre eigentlich gewesen wenn die Love Parade nur eine woche früher – bei vielleicht 39 Grad im Schatten – stattgefunden hätte? Welche Bedingungen hätten dann im Tunnel geherrscht?
Superartikel! Leider nur inhaltlich gelogen. Der Schreckenberg hatt ein einem Interview nach dem Unglück gesagt, er habe vor dem Unglück keine Kenntnis von der Existenz der Treppe gehabt. Also ein echter Supertyp, der hat also vor etwas (Treppe) gewarnt, obwohl er die Existenz dieses Etwas (Treppe) gar nicht kannte.
Warum werden die Verantwortlichen (OB Sauerland, Schaller, Schreckenberg und Konsorten) nicht in Untersuchungshaft genommen? Begründung: Verdunkelungsgefahr! Nein, die dürfen weiterhin Beweise unterdrücken, manipulieren und verschwinden lassen und zur Krönung auch noch Interviews geben, in denen sie sich ihre Schweinwelt schönreden.
Was wird bei der Geschichte als Ergebnis irgendwann bekanntgegeben werden: Die Ermittlungen sind abgeschlossen. Gegen ein oder zwei der Verantwortlichen wird ein Strafbefehl erlassen, so ca. 20 Tagessätze, oder die Verfahren gegen Auflage, so ca. 2.000,00 Euro an eine gemeinnützige Institution zahlen, gegen den Rest der kriminellen Vereinigung – nicht anderes ist das Gesocks der Verantwortlichen – werden die Verfahren ohne Auflage eingestellt werden.
Aber versuche einmal einer, die Genehmigung für eine kleine Sportveranstaltung zu erhalten, für ein kleines Straßenfest! Bei den dort gemachten AUflagen vergeht einem die Lust, zumal eine Vielzahl der AUflagen völlig überflüssig sind, so z. B. die Vorschrift, daß zur Absperrung benötigte Barrieren nur aus dem Fundus der Stadt genommen werden dürfen und diese nicht am Freitag vor der Veranstaltung auf einen LKW geladen werden dürfen, sondern erst am Samstag und die für diesen Samstag extra anfallenden Kosten für Personal der Stadt zur Herausgabe muß natürlich der Veranstalter tragen. Ach so, natürlich wurden die Gatter am Freitag nicht mehr gebraucht und die Hilfsperson hat sie doch schon am Freitag herausgegeben, weil er das Wochenende frei haben wollte, berechnet wurden trotzdem die Gebühren für die Samstagsherausgabe!
Wer die Interviews von Herrn Schreckenberg aufmerksam verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, daß sich seine Aussagen völlig widersprechen. Direkt nach dem Unglück hat er das Konzept verteidigt und einen Tag später hat er angeblich gewarnt. Zudem zeugen seine Aussagen von einem unfassbaren Zynismus.
Die Uni Duisburg tut sich keinen Gefallen mit dieser Person!
Und was den Verfasser dieses Artikels angeht: was bezwecken Sie damit?
Ein Prof. Dr. Panikforscher der nicht einplant was passiert wenn menschen in panik geraten hat seinen titel nicht verdient. und zu allem überfluß beschuldigt er noch die opfer das sie selbst schuld dran seien.
wie kann man das menschen in panik vorwerfen!
wie kann man nur so arrogant sein und etwas moralisch höchst unanständiges von sich geben. völlig unverständlich.
diese äusserungen hat er übrigens gleich am samstag abend losgelassen und auch noch diverse mal wiederholt.
angeblich hätten sie (er) sogar eine bombenexplosion im tunnel durchgespielt….und wieviele tote gab es nach der panik durch die explusion im tunnel….sicherlich mehr wie im freien gelände.
jetzt versucht er sich rauszureden.
“Schreckenberg hatte vorhergesehen, dass die Treppe, an der die meisten Toten gefunden wurden und die aus der gepressten Masse führen sollte, ein großes Risiko darstellt. ”
*** Eine glatte Lüge! Was für ein heuchlerischer Artikel!
Schreckenberg wusste überhaupt nicht, dass da eine Treppe ist
Erst im Nachinhein kritisierte er die Treppe.
Erste Stellungnahmen von ihm sprachen vom Fehlverhalten einzelner, die Planung wäre in Ordnung gewesen – siehe dazu z.B.
http://www.youtube.com/watch?v=uDNNFA19clY
Am 26.07. dann im ZDF sprach er dann plötzlich von “keinem Fehlverhalten der Zuschauer” sondern von “Fehlmanagement”.
Siehe: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/1099444
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Ach, jetzt auf einmal ist Schreckenberg der große Warner!!! Dieser Mensch ist mir dermaßen WIDERLICH! Ich hoffe, dass ihm das Handwerk gelegt wird!