Der deutsche Satellit „Rosat“ ist nicht mehr arbeitsfähig. Noch in diesem Jahr könnte der gigantische Röntgen-Apparat auf die Erde abstürzen, nachdem er rudn 21 Jahre um die Erde kreiste.
Problem: Bisher ist nicht klar, ob der Satellit “Rosat” in der Atmosphäre komplett verglühen wird oder ob Trümmerteile die Erdoberfläche erreichen.
Am Samstag erklärte Andreas Schütz; Sprecher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt „DLR“ in Köln und Oberpfaffenhofen Entsprechendes gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“.
Die Bundesrepublik Deutschland muss weltweit für Schäden haften, die durch einen Absturz entstehen würden.
“Rosat” war im Juni 1990 auf eine Umlaufbahn in 550 Kilometern Höhe geschossen worden. Der Satellit mit zwei Teleskopen hat die in den 1960er Jahren aufgekommene Röntgenastronomie schier revolutioniert. Das 2,4 Tonnen schwere Gerät lieferte 1990 das erste Röntgenbild vom Mond, es schickte Aufnahmen der Andromedagalaxie und fing erstmals Röntgenstrahlen von Kometen ein.
Darüber hinaus hat “Rosat” mehr als 200 Überreste von Supernovaexplosionen entdeckt. Seine Daten waren die Grundlage für mehrere tausend wissenschaftliche Artikel.
Das Ende des Sateliten und ein möglicher Absturz wird für einen Zeitraum zwischen Oktober und Dezember des laufenden Kalenderjahres erwartet.
Seit Jahren ist der Himmelskörper schon im langsamen Sinkflug. Er befindet sich zurzeit noch auf einer Umlaufbahn in 500 Kilometern Höhe. Die DLR-Wissenschaftler beobachten den Satellit von Oberpfaffenhofen aus und versuchen die Flugbahn zu berechnen. “Sonnenwinde und die Reste der Erdatmosphäre machen eine exakte Berechnung zum heutigen Zeitpunkt jedoch unmöglich”, erklärte Schütz.
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