Er sollte seine Patienten therapieren, stattdessen verabreichte ein Berliner Therapeut ihnen Drogen. Jetzt packt ein Patient über den Drogen-Arzt von Berlin aus. Am Samstag wurden zwölf Patienten Drogen-Cocktails verabreicht. Zwei starben, einer liegt noch im Koma, neun weitere Personen erlitten Vergiftungen.
Der Zeuge gegenüber der B.Z.: „Die Sitzungen liefen immer wie ganz normale Gesprächsrunden ab … Pro Sitzung habe ich etwa 100 bis 150 Euro bezahlt. Wir saßen im Praxisraum im Dachgeschoss. Gegen 11 Uhr trafen alle ein. Die Teilnehmer waren Handwerker, Manager, Hausfrauen, Yoga-Lehrer.
Nach etwa einer Stunde holte Garri R. die Drogen und breitete sie aus. Ich kannte dieses Therapie-Ritual. Doch wann immer er die Drogen auspackte, wurde er mir fremd und ich verschloss mich intuitiv vor ihm.
… Während der Doktor sprach, fielen die Worte Ephedrin und MDMA. Das ist Ecstasy. Ich war einer der drei Teilnehmer, die nichts genommen haben.
Die zwei, die später verstarben, nahmen beides, die Tabletten und das Pulver. Dass etwas schief lief, realisierten wir, als einer der Teilnehmer plötzlich nach Atem rang, im Liegen zusammensackte und einen Herzstillstand erlitt. Der Doktor reanimierte ihn sofort, brüllte ‚Notarzt, Notarzt‘. Kurze Zeit später kamen Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei …“
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