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Berlin: Razzia beim Drogen-Arzt

Von Levy Rubinstein | 23 September 2009

Berlin Razzia beim Drogen-ArztEr hat mit seiner dubiosen Drogen-Therapie bereits zwei Menschenleben auf dem Gewissen. Eine Person liegt nach der Einnahme des Drogen-Cocktails immer noch im Koma.. Jetzt hat die Polizei beim Berliner Drogen-Arzt eine Razzia durchgeführt, durchkämmte per Hausdurchsuchung das komplette Gebäude, wie der „Berliner Kurier“ berichtet.

Was suchen die Beamten vorranging: Dorgen !

Mit einem besonders ausgebildeten Schäferhund wurde das Haus durchkämmt. Im ersten Stock schlug das Tier offenbar an, gefunden wurde der Stoff schließlich allerdings nicht.

Patient Johannes W. (Name geändert) war anwesend, als den zwei Mit-Patienten der Drogen-Cocktail verabreicht wurde. Er berichtet: „Wir saßen alle im Praxisraum im Dachgeschoss, in einem Kreis auf Decken. Wir begrüßten uns gegenseitig, jeder erzählte, wie es ihm derzeit geht. Zwischendurch meditierte jeder für sich. Rollenspiele – wie sonst üblich – gab es diesmal nicht.“

Nach einer Stunde kamen die Drogen.

„An diesem Tag gab es zwei Becher zur Auswahl“, schildert Johannes W. gegenüber der „B.Z.“. „Der Arzt packte weißes Pulver und Tabletten aus. Bevor er sie uns anbot, erklärte er uns genau die Zusammensetzung. Jeder wusste, was es war. Keiner war gezwungen, etwas davon zu nehmen. Während er sprach, fielen die Worte Ephedrin und MDMA – das ist Ecstasy. Es gab kein Heroin. Ich erinnere mich, es handelte sich im Wesentlichen um Amphetamine.“

Nur drei der Teilnehmer griffen nicht zu, darunter auch Johannes W.

„Die zwei Teilnehmer, die später verstarben, nahmen beides, die Tabletten und das Pulver.“

Johannes W.: „Ziel der Drogen war, unser Bewusstsein zu erweitern und verborgene oder unliebsame Erinnerungen oder verdrängte Traumata in das Bewusstsein zurückzuholen. Auf Droge reden dann einige in einem fort, weinen, andere umarmen sich, wollen getröstet werden, brauchen Liebe.

Auch an diesem Tag ist es wieder so. Zahlreiche Teilnehmer befinden sich im Delirium, reden wirres Zeug.

Der Teilnehmer der Todes-Therapie erinnert sich: „Dass etwas schieflief, realisierten wir, als ein Teilnehmer plötzlich nach Luft rang, im Liegen zusammensackte und einen Herzstillstand erlitt. Der Doktor reanimierte ihn sofort, brüllte ‚Notarzt, Notarzt’. Sofort rannte seine Frau nach unten. Kurze Zeit später kamen ein Rettungswagen, die Feuerwehr und die Polizei.“

Für Frührentner Joachim K. († 59) und Student Marcel K. († 28) kam jede Hilfe zu spät. Yoga-Lehrer Ekkehard N. (55) schwebt weiter in Lebensgefahr.

Dem Drogen-Arzt von Berlin wurde der Haftbefehl eröffnet. Er muss weiterhin in Untersuchungshaft bleiben. Ihm wird Körperverletzung mit Todesfolge in zwei Fällen vorgeworfen.

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