In der Krisenregion Haiti müssen die rund 3 Millionen Einwohner erneut mit schweren Nachbeben rechnen. Das erklärten Experten in einer ersten Einschätzung.
„Die Gefahr ist groß. Bei einem so starken Hauptbeben über Magnitude 7 muss man in den nächsten Tagen und Wochen und auch in den nächsten Monaten leider noch mit starken Nachbeben rechnen“, sagte der Seismologe am Deutschen GeoForschungsZentrum (GFZ), Jochen Zschau, nach Angaben des Senders n-tv.
Bereits in den vergangenen 24 Stunden habe es eine Vielzahl von kleineren Nachbeben mit einer Stärke bis zu 6 auf der Richterskala gegeben.
„Das sind immer noch Stärken, die katastrophals ein können“, sagte Zschau. Auch in den nächsten Wochen und Monaten seien durchaus Ereignisse der Magnitude 5 oder 6 möglich.
Die Stärke des Hauptbebens habe „etwa der Energie von acht Hiroshima-Bomben“ entsprochen, wird der Experte zitiert.
Dies erschwert die Wiederherstellung einer Infrastruktur. Die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Strom und Telefon ist gänzlich zusammen gebrochen. Jetzt werden Seuchen und Hunger befürchtet.
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