Schon wieder ein Doping-Sünder im internationalen Radsport. Der Spanien-Star Alberto Contador (27) hat jetzt leider eine positive A- und B-Probe ! Mit einer derartigen Doping-Diagnose dürfte die Karriere des Super-Spaniers erst einmal auf Eis liegen.
Der Spanier wurde bei der diesjährigen Tour de France positiv auf die verbotene Substanz Clenbuterol getestet. Das gab sein Pressesprecher in der Nacht zu Donnerstag bekannt.
Schon drei mal hat Contador die Tour gewonnen, 2007, 2009 und 2010. Jetzt ist Schluss mit lustig.
Mit nur 39 Sekunden Vorsprung war Contador vor dem Luxemburger Andy Schleck ins Ziel gerauscht.
Völlig irre: Noch am Mittwoch hatte Contador selbst in der aktullen Ausgabe der „Sport BILD“ gefordert: „Der Sport muss wieder im Vordergrund stehen.“
Contadors nächste Aussage klingt angesichts des schweren Doping-Verdachts fast wie Hohn: „Doping-Fälle sind Vergangenheit. Wir haben harte Kontrollen, zuletzt gab es keine positiven Tests.“
Experten halten diese Worte für dreiste Lügen. Offenbar ist die positive Doping-Probe hier auch gar keine Überraschung.
Der ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt am Donnerstagmorgen im ARD-Frühstücksfernsehen: „Das ist für mich gar keine Überraschung. Es gibt bereits seit Wochen Gerüchte, es fehlte nur noch ein Mosaiksteinchen. Es war schon bekannt, dass er eine positive Probe aufwies.“
Seppelt klagt an: „Der Welt-Radsportverband und die internationale Anti-Doping-Agentur haben von den Vorgängen gewusst, aber geschwiegen.“
Der Weltverband UCI teilte mit, ein deutsches Labor habe in einer Probe Contadors vom 21. Juli (dem zweiten Tour-Ruhetag) 50 Picogramm Clenbuterol gefunden.
Der Spanier sei „wegen einer sehr kleinen Konzentration eines verbotenen Steroids in seinem Urin“ gesperrt worden.
Contadors Sprecher Jacinto Vidarte erklärte, eine mögliche Ursache für den Steroid-Nachweis sei eine Verunreinigung eines Lebensmittels.
Am Donnerstag um 12 Uhr will sich Contador zu den Vorwürfen und seiner positiven Probe äußern.
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