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Missbrauch in der katholischen Kirche: Papst Benedikt XVI. als Täter beschuldigt

Von Frank Hollersmann | 09 Mai 2010

Missbrauch in der katholischen Kirche Papst Benedikt XVI. als Täter beschuldigtErst am Wochenende wurde bekannt, dass Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch von Bischof Walter Mixa aus Ausgburg angenommen hat. Jetzt steht der Papst persönlich im Fadenkreuz des Missbrauchs-Skandals.

Ein mutmaßliches Opfer von sexuellem Missbrauch erhebt schwere Vorwürfe gegen den Pontifex persönlich.

Er sei als Kind im Sommer 1979 während Benedikts Amtszeit als Erzbischof von München und Freising von einem Kaplan in Essen missbraucht worden, schreibt ein Mann aus Nordrhein-Westfalen in einem am Samstag veröffentlichten Brief an den Papst.

„Heiliger Vater, warum haben Sie nicht gehandelt, warum wurde alles nur vertuscht“, fragt das angebliche Opfer.

Der beschuldigte geistliche Täter wurde im Jahr 1980 nach Bayern versetzt um dort eine Therapie zu absolvieren. Damals trug Joseph Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI., das Amt als Erzbischof.

Laut Vatikan und Erzbistum war Ratzinger damals aber nicht an der Entscheidung beteiligt, den Geistlichen wieder in der Seelsorge einzusetzen. Der Kaplan soll während seiner Zeit als Pfarradministrator in Garching an der Alz erneut Minderjährige missbraucht haben.

Unterdessen muss sich Walter Mixa jetzt nicht nur dem Vorwurf der körperlichen Züchtigung sondern auch des sexuellen Mirssbrauchs stellen…

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Missbrauch in der katholischen Kirche: Papst Benedikt XVI. als Täter beschuldigt

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  1. Ulrike sagte: Zu 9. Mai 2010

    Ich finde es angesichts dieses Kommentars zum wiederholten Mal als – gelinde gesagt – absonderlich, seitens gläubiger Katholiken häufig nicht etwa die eigenen Kirchenänner gescholten werden, sondern ausschließlich deren Kritiker.

    Das gleiche Phänomen fand und findet man bei totalitären Regimes. Und deren Tage sind gezählt.

    Das lässt doch hoffen.

  2. Fidibus sagte: Zu 9. Mai 2010

    Jetzt schlägts wohl 13. Den heiligen Vater kann man ja für alles verantwortlich machen. Dies nenne ich schon ein wenig unverschämt.
    Hat man schon je einen Kultusminister belangt, nur weil der Chef von Lehrern ist, die sich in vielfätigster Weise an so manchen unseren jungen Menschen
    vergriffen haben.
    Ich habe immer gedacht, Die Kollektivschuld sei abgeschafft.
    Im übrigen, unser heiliger Vater ist wohl die einzige moralische Instanz, die
    sich glaubhaft und unmißverständlich zu jedweden Mißbrauchsfällen aüßert.
    Dies sollte insbesondere die deutsche Journaille einmal wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Aber dies geht ja auch wohl wieder nicht. Denn der Papst muß nach deren Meinung nicht nur ständig sein Haupt in Asche legen, er muß ja weg.

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