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Kachelmann-Prozess: Erpressung mit Unschulds-Beweis

Von Lisa Seitz | 17 Oktober 2010

Kachelmann Prozess: Erpressung mit Unschulds BeweisIst Jörg Kachelmann unschuldig im Vergewaltigungs-Prozess ? Eine unbekannte Frau behauptet seine Unschuld beweisen zu können. Dafür verlangt sie aber 10 000 Euro.

Jetzt wurde am Samstagabend eine vermeintliche Geldübergabe mit der Unbekannten gestellt, die zu der mysteriösen Zeugin führen sollte. Doch vergeblich. Die Erpresserin, die an das Kachelmann-Management einen Brief zugestellt hatte, tauchte nicht auf.

Der Hintergrund: Vor einiger Zeit erhielt das Büro von Kachelmanns Management in Köln einen Brief. Das Schreiben war an „Herrn Kachelmann persönlich“ adressiert und enthielt den Vermerk: „EILT – Prozessrelevant!“

In einem kurzen Schreiben lockte eine Unbekannte mit Beweisen für Kachelmanns Unschuld. Die Zeugin lebe angeblich in den USA und habe dort Angehörige, die sie pflegen müsse.

Sie sei extra für den Prozess nach Deutschland gereist, wohne jetzt in einem kleinen Hotel in Kerpen (NRW).

„Diese Zeugin kann wegen ihrer Justiznähe beweisen, dass die vom Gericht beauftragten Gutachter und Zeuginnen beeinflusst waren. Ebenso kann sie beschreiben und beweisen, warum diese Kampagne gegen Sie gestartet wurde“, heißt es in dem Brief.

Außerdem habe sie schon zwei Tage des Kachelmann-Prozess als Zuschauerin vor Ort verfolgt. Eine Aussage, jedoch, wolle sie nur gegen 10 000 Euro in bar machen. Das Geld sollte in einem Umschlag deponiert werden. „… von der Geldzahlung natürlich kein Wort an das Gericht“.

Wenn Kachelmann nicht zahlen sollte, würde die Zeugin zurück in die USA fliegen ohne auszusagen: „Aber ich denke, dass man doch alles versucht, nicht noch mal in eine JVA zu müssen.“

So endet der Erpresser-Brief.

Nachdem sich Kachelmann mit seinen Anwälten beraten hatte, wurde die Polizei eingeschaltet. Mit einer fingierten Geldübergabe sollte die unbekannte Briefschreiberin und Möchte-Gern-Zeugin gefangen werden.

Doch vergeblich. Am vereinbarten Geld-Übergabe-Ort tauchte niemand auf.

Die Kriminalpolizei Köln wollte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht zu dem Vorgang äußern.

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